Funded Search – die traditionelle Search-Fund-Finanzierung

Beim Funded Search (traditional search fund) finanzieren 10–20 Investoren zunächst die Suchphase des Searchers – rund 400.000 bis 600.000 € für 18 bis 24 Monate – und erhalten dafür das Recht, sich anschließend am Kauf des gefundenen Unternehmens zu beteiligen. Der Searcher wird Geschäftsführer und erhält bis zu 25 % der Anteile über Erfolgsziele. Die Alternative ist der Self-funded Search, bei dem der Searcher die Suche selbst trägt und den Kauf klassisch mit Bank, Förderdarlehen und Verkäuferdarlehen finanziert.

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So funktioniert es

  1. Suchkapital einwerbenDer Searcher stellt sich Investoren vor (Family Offices, erfahrene Unternehmer, spezialisierte Search-Fund-Fonds). Typisch: 10–20 Einheiten à 25.000–40.000 €, Gesamtbudget 400.000–600.000 € für Gehalt, Deal-Sourcing, Due Diligence und Reisen.
  2. Suchen (18–24 Monate)Proprietäres Sourcing, Vermittler, Plattformen. Zielprofil: 5–30 Mio. € Umsatz, 1–5 Mio. € EBITDA, stabile Cashflows, wiederkehrende Umsätze, zweite Führungsebene, Inhaber vor der Altersnachfolge.
  3. Kaufen (Step-up)Investoren der Suchphase dürfen ihr Suchkapital mit Aufschlag (meist 50 %) in Eigenkapital des Kaufs wandeln und haben ein Vorrecht auf die Eigenkapitalrunde. Ergänzt durch Bankdarlehen, Förderdarlehen (KfW, Bürgschaftsbank) und Verkäuferdarlehen.
  4. Führen (4–7 Jahre)Der Searcher wird CEO; Investoren stellen den Beirat. Der Searcher verdient 20–30 % der Anteile in drei Tranchen: beim Closing, über Zeit (Vesting) und über Renditeziele (IRR-Hurdles).
  5. ExitVerkauf an Strategen oder Beteiligungsgesellschaft, Rekapitalisierung oder langfristiges Halten (Hold). Laut IESE (International Search Funds 2024): Median 16 Investoren, ROI 2,0x, IRR 18 % über alle internationalen Fonds.

Ihre Vorteile

  • Für Searcher: Gehalt während der Suche, Investoren-Netzwerk, Beirat mit Übernahmeerfahrung – ohne eigenes Vermögen einen Betrieb übernehmen
  • Für Verkäufer: ein einzelner, hauptberuflicher Nachfolger mit gesicherter Eigenkapitalrunde und langfristigem Horizont statt Konzern oder Finanzinvestor
  • Für Investoren: Zugang zu Nachfolgefällen im Mittelstand mit unternehmerischem Manager an der Spitze; Diversifikation über mehrere Search Funds
  • Auf der Plattform: Käufertyp „Search Fund / Funded Searcher“ mit Investorenkreis, Filter nach EBITDA, wiederkehrenden Umsätzen und Führungsebene, Finanzierungspartner mit Instrument „Search-Fund-Suchkapital“ und „Co-Investment“

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Passende Seiten: Search Fund · Management-Buy-in · Management-Buy-out · Funded Deal · Family Office / Beteiligungsgesellschaft · Altersnachfolge · Risikohinweis

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Weiterführende Informationen (extern)

Externe Seiten; für deren Inhalte sind die jeweiligen Betreiber verantwortlich. Gesetzestexte: gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz).

Häufige Fragen

Funded Search oder Self-funded Search?

Funded: Investoren tragen die Suche, der Searcher gibt dafür Anteile und Mitsprache ab, kann aber größere Ziele (2–5 Mio. € EBITDA) angehen. Self-funded: Der Searcher trägt die Suche selbst, behält deutlich mehr Anteile (oft 50–100 %) und finanziert den Kauf mit Bank, KfW-Förderkredit, Bürgschaftsbank und Verkäuferdarlehen – typisch für Ziele unter 1,5 Mio. € EBITDA.

Wie groß ist das Suchkapital und was wird daraus bezahlt?

International meist 400.000–600.000 € (Solo) bzw. bis 800.000 € (Partnerschaft) für 24 Monate: Gehalt des Searchers, Deal-Sourcing, Datenbanken, Reisen, Rechts- und Steuerberatung in der Due Diligence, gescheiterte Deals.

Was ist der Step-up?

Investoren der Suchphase dürfen ihr Suchkapital beim Kauf mit einem Aufschlag (üblich 50 %) in Eigenkapital der Erwerbergesellschaft einbringen – die Vergütung für das Risiko, dass die Suche scheitert.

Wie verdient der Searcher Anteile?

Typisch 20–30 % in drei gleichen Tranchen: ein Drittel beim Closing, ein Drittel über Zeit (Vesting über 4–5 Jahre), ein Drittel bei Erreichen von Renditezielen der Investoren (z. B. 20–35 % IRR).

Welche Zahlen gibt es zum Erfolg?

IESE zählt Ende 2023 rund 320 internationale Search Funds in 40 Ländern; 2023 wurden 59 neue Fonds gegründet und 31 Unternehmen gekauft. Über alle internationalen Fonds liegen ROI bei 2,0x und IRR bei 18 %; die Stanford-Studien für die USA weisen höhere Werte aus. Rund ein Drittel der Suchen endet ohne Kauf.

Gibt es Search Funds in Deutschland?

Ja, seit etwa 2018 wachsend: Einzelsearcher, Partnerschaften und Accelerator-Modelle, die Suche und Kauf aus einem Vehikel finanzieren. Die Plattform zeigt Search-Fund-Investoren als Finanzierungspartner und Searcher als Käufertyp.

Alle Angaben in Inseraten stammen von den Nutzern und sind ungeprüft, solange keine Abschlüsse hinterlegt sind. Multiples und Spannen sind Orientierung, keine Bewertung. Bitte beachten Sie den Risikohinweis.